| Welche Diät hilft wirklich? (aid) -
Trennkost, Fettburner oder Markert-Diät? Verschiedene Schlankheitsdiäten hat die
Ernährungswissenschaftlerin Dr. Lioba Hofmann bewertet. In der März-Ausgabe der
aid-Zeitschrift Ernährung im Fokus rät sie von Diäten ab, die eine
einseitige Ernährung vorschreiben. Eine Grundregel ist laut Hofmann: Schon während
des Abnehmens eine Ernährungsweise wählen, die man langfristig beibehalten kann.
Eine eindeutige Absage erteilt Hofmann allen Diäten, die hohe Gewichtsverluste in
kürzester Zeit versprechen oder nur den Konsum von Pulvern und Pillen empfehlen.
Bewertet hat Hofmann sechs verschiedene Diäten: die Markert-Diät, die
Blutgruppen-Diät, die Haysche Trennkost, die Mono-Diäten, das Abnehmen mit Fatburnern
und die Low-Fat-Diät. Wenig zu empfehlen sind nach Angaben der
Ernährungswissenschaftlerin die Mono-Diäten, das heißt Diäten, die nur ein einziges
Nahrungsmittel als Hauptnahrungsmittel einsetzen. Die Low-Fat-Diät dagegen eignet
sich dazu langfristig abzunehmen, so Hofmann. Bei dieser Diät lautet die
Grundregel: Ausgewogen, aber fettreduziert essen und vor allem an gesättigten und
sogenannten versteckten Fetten sparen.
Als wichtigstes Kriterium für eine erfolgreiche Diät nennt Hofmann die
gesundheitliche Unbedenklichkeit. Auch während der Diät habe der Körper Bedarf an allen
lebensnotwendigen Nährstoffen. Außerdem sollte die Diät alltagstauglich sein. Das
heißt, die Rezepte müssen möglichst einfach und die Zutaten nicht zu exotisch sein. Wer
dauerhaft sein Wunschgewicht halten möchte, der sollte seine Ernährung am besten auf
eine kalorienarme Mischkost umstellen. Gemüse, Obst, Salat, Getreide und Kartoffeln
sollten im Vordergrund stehen, sinnvoll ergänzt durch sparsamen Konsum von Fett und
fettarmen tierischen Lebensmitteln. Hofmann rät, während der Diät zu lernen, auf
die Dauer das Richtige zu essen. Nur so lasse sich der Jo-Jo-Effekt vermeiden. Quelle:aid
Nadine Bös
|