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Die
so genannte Hollywood-Diät wurde in den 1920er Jahren in den USA für die
damaligen Filmdiven entwickelt. Angeblich wurde sie von Studio-Bossen ihren weiblichen
Stars regelrecht aufgezwungen, um sie pünktlich zu Drehbeginn auf das erwünschte Gewicht
zu bringen. Hauptbestandteile dieser Diät sind Luxusnahrungsmittel wie Hummer, Shrimps
und exotische Früchte. Kohlenhydrate werden auf ein Minimum reduziert, es handelt sich
daher um eine Low Carb-Ernährung.
Das Prinzip
Das Diätprogramm sieht maximal 1000 Kalorien pro Tag vor. Auf dem
Speiseplan stehen vor allem Proteine (mageres Fleisch, Fisch), Eier, Obst und Salate.
Außerdem gibt es bestimmte Regeln, welche Lebensmittel womit kombiniert werden dürfen.
Fett und Salz werden im Vergleich zu normaler Mischkost stark reduziert, ebenso
Kohlenhydrate. Kartoffeln, Reis und Nudeln sind ausdrücklich verboten, denn in den 1920er
Jahren galten gerade Kohlenhydrate als "Dickmacher". Die in exotischen Früchten
enthaltenen Enzyme sollen als Fatburner wirken. Versprochen wird ein Gewichtsverlust von
mehreren Kilogramm pro Woche.
Kritik
- Durch die geringe Kalorienzahl schaltet der Körper nach wenigen Tagen den Stoffwechsel
auf ein "Notprogramm" mit geringem Energieverbrauch um; der Jojo-Effekt nach der
Diät ist fast unvermeidlich.
- Enzyme werden im Magen aufgespalten und können daher keine besondere Wirkung entfalten.
- Die Ernährung ist nicht ausgewogen und enthält mit etwa 60 Prozent einen deutlich zu
hohen Proteinanteil. Ernährungswissenschaftler empfehlen maximal 20 Prozent. Weil relativ
viele Eier gegessen werden, ist auch die Cholesterinzufuhr sehr hoch.
- Eine erhöhte Eiweißaufnahme führt zu einem erhöhten Harnsäurespiegel und belastet
die Nieren. Das Risiko für die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen erhöht sich,
ebenso die Gefahr von Gichtanfällen. Vor allem für Menschen mit
Nierenfunktionsstörungen ist diese Diät völlig ungeeignet.
- Es gelten im Grunde alle Kritikpunkte, die bei Low Carb-Diäten genannt werden.
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